04.02.2026: Pünktlich ab 13:30 Uhr wurden die stationären Sirenen mit dem «Allgemeinen Alarm» überprüft. Auch die digitale Alarmierung über die Alertswiss-App wurde erfolgreich getestet.
Für die reibungslose Durchführung und Überwachung der Tests stand die Führungsunterstützung unter anderen (KAPO AI, KNZ SG) mit im Einsatz. Dank der positiven Ergebnisse ist die Einsatzbereitschaft der Alarmierungssysteme für den Ernstfall sichergestellt.
Ausblick: Mobile Sirenen Neben den stationären Anlagen werden auch mobile Sirenen regelmässig überprüft; der nächste Test ist für das kommende Jahr geplant. Dies ist aufgrund des Umbaus beim Sirenenstanndort Schulhaus Meistersrüte von besonderer Bedeutung, um auch in diesem Bereich eine lückenlose Alarmierung der Bevölkerung zu gewährleisten.
Die Führungsunterstützung der ZSO Appenzell Innerrhoden führte vom 5. bis 7. November ihren diesjährigen Wiederholungskurs durch. Bereits am 3. und 4. November fand der Kader Vorkurs (KVK) statt. In diesem Rahmen finalisierte das Kader die von ihm geplanten Ausbildungsinhalte sowie die organisatorischen Details, um eine reibungslose Durchführung des WK sicherzustellen.
Im Zentrum des WK standen die Festigung und Anwendung wesentlicher Einsatzkompetenzen. Dazu gehörten eine anspruchsvolle Lageübung, ein Polycom-Refresher, der Leitungsbau sowie ein Nothelfer-Refresher zur Erhaltung der medizinischen Erstkompetenz. Zudem wurde das neue Zelt KP Front aufgebaut und getestet, um Abläufe, Infrastruktur und Einsatzfähigkeit unter realitätsnahen Bedingungen zu validieren. Ein weiterer fachlicher Höhepunkt war der Vortrag von Brigadier Marco Knechtle, der die aktuelle geopolitische Lage aus militärischer Sicht einordnete.
Parallel dazu fand am 6. und 7. November die IU25 – die integrierte Übung von Kantonen und Bund – statt. Die IU25 umfasst sowohl eine SVU (Sicherheitsverbandsübung) als auch eine SFU (Strategische Führungsübung). Ziel dieser beiden Übungsstränge ist es, die Zusammenarbeit und Entscheidungsfähigkeit der Krisenstäbe auf kantonaler und nationaler Ebene zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Ein Teil der Führungsunterstützung der ZSO war aktiv in diese Übungsarchitektur eingebunden und unterstützte den Kantonalen Führungsstab (KFS), die Kommunikationsabteilung des Kantons sowie die Lageverfolgung der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden.
Mit dem Zusammenspiel von WK und IU25 konnten Einsatzbereitschaft, Schnittstellenkompetenz und die Zusammenarbeit innerhalb der kantonalen sowie übergeordneten Führungsorganisationen weiter gestärkt und nachhaltig gefestigt werden.
Mit einer feierlichen Zeremonie wurden am Freitagabend mehrere Zivilschutzjahrgänge von Appenzell Innerrhoden offiziell im Gymnasium St. Antonius verabschiedet. Insgesamt 127 Angehörige des Zivilschutzes (AdZS) aus allen Gattungen – darunter Pioniere, Betreuer, Köche, Materialwarte und Angehörige des Führungsunterstützungszugs – haben ihren Dienst beendet. Die Bestände des Innerrhoder Zivilschutzes sind damit deutlich geschrumpft, verbleiben rund 166 AdZS im aktiven Bestand.
Trotz des markanten Rückgangs konnte der Kanton die durch die aktuelle Zivilschutzgesetz-Revision notwendig gewordene Übergangslösung nutzen, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Die laufende Revision sieht vor das sicherheitspolitische Instrument an die heutigen Bedürfnisse in Krisen- und Kriegssituationen anzupassen. Der Zusammenschluss der beiden Innerrhoder Zivilschutzorganisationen soll die Effizienz erhöhen und die knappen Ressourcen bündeln.
Dank und Anerkennung für jahrelangen Einsatz
In seiner Ansprache würdigte Landesfähnrich Jakob Signer, Vorsteher des Justiz-, Polizei- und Militärdepartements, die Verdienste der Angehörigen des Zivilschutzes. Er erinnerte daran, dass das sicherheitspolitische Umfeld in Europa „düsterer und unsicherer geworden“ sei und betonte, wie wichtig es sei, sich auch in der Schweiz wieder stärker Gedanken über die zivile Verteidigung zu machen: „Armee und militärische Verteidigung sind das eine, aber der Zivilschutz ist das andere – und er gehört ebenso zu einem funktionierenden Land“, sagte Signer.
Er dankte allen Abgerüsteten im Namen des Kantons und der Bevölkerung für ihren Einsatz: „Ganz herzlichen Dank für die Zeit, die ihr für unsere Gemeinschaft und unser Land geleistet habt.“ Zugleich rief er die Anwesenden dazu auf, sich auch nach dem aktiven Dienst politisch und gesellschaftlich zu engagieren: „Unser demokratisches System lebt davon, dass sich möglichst viele einbringen. Gestaltet mit – denn der Staat, das sind wir alle.“
Verabschiedung verdienter Offiziere
Im Rahmen der Feier wurden auch mehrere Offiziere offiziell verabschiedet:
Daniel Inauen, Hauptmann und Vizekommandant
Rouven Kutter, Oberleutnant, Führungsunterstützung / Chef Lage
Baptist Gmünder, Oberleutnant, Führungsunterstützung / Chef Lage
Slaven Ratkovac, Oberleutnant, Chef Betreuer
Ivo Seifert, Leutnant Pioniere
Sie alle prägten die Innerrhoder Zivilschutzorganisation über Jahre hinweg mit Engagement und Fachwissen.
An der Feier anwesend waren zudem Hansruedi Götti, Kommandant der Zivilschutzorganisation Appenzell Innerrhoden, sowie Thomas Egloff, Departementssekretär und Amtsleiter des Justiz-, Polizei- und Militärdepartements AI.
Die aktuelle Phase des Umbruchs im Schweizer Zivilschutz fordert die Kantone heraus. Durch Gesetzesrevisionen und strukturelle Anpassungen sollen Doppelspurigkeiten vermieden und Synergien geschaffen werden. Für kleine Kantone wie Appenzell Innerrhoden bedeutet das, mit knapper werdenden Beständen dennoch die Einsatzbereitschaft zu wahren – eine Herausforderung, die durch Zusammenarbeit und Gemeinsinn gemeistert werden soll.
Am Ende der Feier folgte Applaus für alle Abgerüsteten, die ihren Beitrag zum Schutz und Wohl der Bevölkerung geleistet haben. „Alles Gute – privat, beruflich und vielleicht auch politisch“, verabschiedete Jakob Signer die Anwesenden.
Der Betreuer Zug durfte in diesem September das Wissen in Sachen Erstbetreuung von Personen im „Hochstress“ durch das Care Team AR/AI vertiefen lassen. Da unsere Fahrzeuge einen wichtiges Arbeitsmittel sind, haben die Betreuer erneut alle Fahrzeuge auf Herz und Nieren ausgefahren um auch dieses Wissen zu vertiefen. Abgerundet wurde die Ausbildungssequenzen mit einem Thorie/Übungskurs für Kinderbetreuung welcher am Folgetag direkt in die Tat umgestzt werden konnte.
Am Mittwoch 4.9 durften wir eine 1. Klasse Schwende in Empfang nehmen und diese über den ganzen Tag betreuen inkl. Abholung, Verpflegung und anschliessendem Rücktransport ins Schulhaus.