Rückblick auf den WK2025 der Führungsunterstützung

Die Führungsunterstützung der ZSO Appenzell Innerrhoden führte vom 5. bis 7. November ihren diesjährigen Wiederholungskurs durch. Bereits am 3. und 4. November fand der Kader Vorkurs (KVK) statt. In diesem Rahmen finalisierte das Kader die von ihm geplanten Ausbildungsinhalte sowie die organisatorischen Details, um eine reibungslose Durchführung des WK sicherzustellen.

Im Zentrum des WK standen die Festigung und Anwendung wesentlicher Einsatzkompetenzen. Dazu gehörten eine anspruchsvolle Lageübung, ein Polycom-Refresher, der Leitungsbau sowie ein Nothelfer-Refresher zur Erhaltung der medizinischen Erstkompetenz. Zudem wurde das neue Zelt KP Front aufgebaut und getestet, um Abläufe, Infrastruktur und Einsatzfähigkeit unter realitätsnahen Bedingungen zu validieren. Ein weiterer fachlicher Höhepunkt war der Vortrag von Brigadier Marco Knechtle, der die aktuelle geopolitische Lage aus militärischer Sicht einordnete.

Parallel dazu fand am 6. und 7. November die IU25 – die integrierte Übung von Kantonen und Bund – statt. Die IU25 umfasst sowohl eine SVU (Sicherheitsverbandsübung) als auch eine SFU (Strategische Führungsübung). Ziel dieser beiden Übungsstränge ist es, die Zusammenarbeit und Entscheidungsfähigkeit der Krisenstäbe auf kantonaler und nationaler Ebene zu überprüfen und weiterzuentwickeln. Ein Teil der Führungsunterstützung der ZSO war aktiv in diese Übungsarchitektur eingebunden und unterstützte den Kantonalen Führungsstab (KFS), die Kommunikationsabteilung des Kantons sowie die Lageverfolgung der Kantonspolizei Appenzell Innerrhoden.

Mit dem Zusammenspiel von WK und IU25 konnten Einsatzbereitschaft, Schnittstellenkompetenz und die Zusammenarbeit innerhalb der kantonalen sowie übergeordneten Führungsorganisationen weiter gestärkt und nachhaltig gefestigt werden.

Zivilschutz Appenzell Innerrhoden rüstet ab – Dank, Reformen und neue Herausforderungen

Mit einer feierlichen Zeremonie wurden am Freitagabend mehrere Zivilschutzjahrgänge von Appenzell Innerrhoden offiziell im Gymnasium St. Antonius verabschiedet. Insgesamt 127 Angehörige des Zivilschutzes (AdZS) aus allen Gattungen – darunter Pioniere, Betreuer, Köche, Materialwarte und Angehörige des Führungsunterstützungszugs – haben ihren Dienst beendet. Die Bestände des Innerrhoder Zivilschutzes sind damit deutlich geschrumpft, verbleiben rund 166 AdZS im aktiven Bestand.

Trotz des markanten Rückgangs konnte der Kanton die durch die aktuelle Zivilschutzgesetz-Revision notwendig gewordene Übergangslösung nutzen, um die Einsatzbereitschaft sicherzustellen. Die laufende Revision sieht vor das sicherheitspolitische Instrument an die heutigen Bedürfnisse in Krisen- und Kriegssituationen anzupassen. Der Zusammenschluss der beiden Innerrhoder Zivilschutzorganisationen soll die Effizienz erhöhen und die knappen Ressourcen bündeln.

Dank und Anerkennung für jahrelangen Einsatz

In seiner Ansprache würdigte Landesfähnrich Jakob Signer, Vorsteher des Justiz-, Polizei- und Militärdepartements, die Verdienste der Angehörigen des Zivilschutzes. Er erinnerte daran, dass das sicherheitspolitische Umfeld in Europa „düsterer und unsicherer geworden“ sei und betonte, wie wichtig es sei, sich auch in der Schweiz wieder stärker Gedanken über die zivile Verteidigung zu machen: „Armee und militärische Verteidigung sind das eine, aber der Zivilschutz ist das andere – und er gehört ebenso zu einem funktionierenden Land“, sagte Signer.

Er dankte allen Abgerüsteten im Namen des Kantons und der Bevölkerung für ihren Einsatz: „Ganz herzlichen Dank für die Zeit, die ihr für unsere Gemeinschaft und unser Land geleistet habt.“ Zugleich rief er die Anwesenden dazu auf, sich auch nach dem aktiven Dienst politisch und gesellschaftlich zu engagieren: „Unser demokratisches System lebt davon, dass sich möglichst viele einbringen. Gestaltet mit – denn der Staat, das sind wir alle.“

Verabschiedung verdienter Offiziere

Im Rahmen der Feier wurden auch mehrere Offiziere offiziell verabschiedet:

  • Daniel Inauen, Hauptmann und Vizekommandant
  • Rouven Kutter, Oberleutnant, Führungsunterstützung / Chef Lage
  • Baptist Gmünder, Oberleutnant, Führungsunterstützung / Chef Lage
  • Slaven Ratkovac, Oberleutnant, Chef Betreuer
  • Ivo Seifert, Leutnant Pioniere

Sie alle prägten die Innerrhoder Zivilschutzorganisation über Jahre hinweg mit Engagement und Fachwissen.

An der Feier anwesend waren zudem Hansruedi Götti, Kommandant der Zivilschutzorganisation Appenzell Innerrhoden, sowie Thomas Egloff, Departementssekretär und Amtsleiter des Justiz-, Polizei- und Militärdepartements AI.

Zivilschutz bleibt sicherheitspolitisches Instrument

Die aktuelle Phase des Umbruchs im Schweizer Zivilschutz fordert die Kantone heraus. Durch Gesetzesrevisionen und strukturelle Anpassungen sollen Doppelspurigkeiten vermieden und Synergien geschaffen werden. Für kleine Kantone wie Appenzell Innerrhoden bedeutet das, mit knapper werdenden Beständen dennoch die Einsatzbereitschaft zu wahren – eine Herausforderung, die durch Zusammenarbeit und Gemeinsinn gemeistert werden soll.

Am Ende der Feier folgte Applaus für alle Abgerüsteten, die ihren Beitrag zum Schutz und Wohl der Bevölkerung geleistet haben.
„Alles Gute – privat, beruflich und vielleicht auch politisch“, verabschiedete Jakob Signer die Anwesenden.

Betreuer und 1. Klasse Schwende – WK2024

Der Betreuer Zug durfte in diesem September das Wissen in Sachen Erstbetreuung von Personen im „Hochstress“ durch das Care Team AR/AI vertiefen lassen. Da unsere Fahrzeuge einen wichtiges Arbeitsmittel sind, haben die Betreuer erneut alle Fahrzeuge auf Herz und Nieren ausgefahren um auch dieses Wissen zu vertiefen. Abgerundet wurde die Ausbildungssequenzen mit einem Thorie/Übungskurs für Kinderbetreuung welcher am Folgetag direkt in die Tat umgestzt werden konnte.

Am Mittwoch 4.9 durften wir eine 1. Klasse Schwende in Empfang nehmen und diese über den ganzen Tag betreuen inkl. Abholung, Verpflegung und anschliessendem Rücktransport ins Schulhaus.

Jährlicher Sirenentest

Die ZSOAI konnte heute erneut einen erfolgreichen Sirenentest durchführen.

Testtag: erster Mittwoch im Februar

Jeweils am ersten Mittwoch des Monats Februar findet in der Schweiz der jährliche Sirenentest statt. Dabei wird die Funktionsbereitschaft nicht nur der Sirenen des „Allgemeinen Alarms“, sondern auch jener des „Wasseralarms“ getestet. Mittels Radio- und TV-Spots sowie Medienmitteilungen wird die Bevölkerung vorgängig auf den Sirenentest aufmerksam gemacht. Es sind keine Verhaltens- und Schutzmassnahmen zu ergreifen. Die Bevölkerung wird um Verständnis für die mit der Sirenenkontrolle verbundenen Unannehmlichkeiten gebeten.
Weitere Informationen unter https://www.alert.swiss/de/vorsorge/sirenentest.html

Testszenario Appenzell I.Rh.

Die 9 mobilen und 8 stationären Sirenen wurde heute durch die KNZ (Kantonale Notrufzentrale), AdZS (Angehörige des Zivilschutz) und durch den KFS (Kantonalen Führungsstab) ausgelöst und erfolgreich getestet. Vielen Dank an alle beteiligten Personen.

Kaderrapport 2023

Am Montag 27. November 2023 konnte die komplette ZSOAI Führung den alljährlichen Rapport durchführen. Sämtliche Truppen boten einen Rückblick in die vergangenen Monate. Über WK’s, KVK’s, Ernsteinsätze und sonstige Zivilschutztage wurde rege Diskutiert und Berichtet. Schlussendlich wurden die zukünftigen Einsatze innerhalb der Truppen geplant.

Scroll down to content